Google Meet besser als Zoom und Teams? (Tutorial & Vergleich)

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Google Meet ist ab sofort kostenlos und eine starke Alternative zu Zoom und Teams. Du kannst mit deinem Google Konto auch große Videokonferenzen oder Audiotelefonate mit deinen Freunden und Kollegen führen. Wie alles funktioniert und was die Vorteile von Google Meet gegenüber der Konkurrenz sind, schauen wir uns in diesem Video an.

Einrichten

Google Meet ist eigentlich Teil der G Suite, welche die Google Programme für Unternehmen bereitstellt. Für Privatanwender gibt es das kostenlose Pendant namens Google Hangouts, wo man mit seinen Kontakten Textnachrichten in privaten Chats und Gruppen austauschen kann. Das funktioniert eher wie WhatsApp, wo man über Gruppen einfach Videoanrufe mit bis zu 10 Personen führen kann.

In diesem Video schauen wir uns Google Meet an, was seit kurzem für alle Nutzer kostenlos ist und besser für richtige Videokonferenzen geeignet ist. Nach der Pandemie soll es bei der Gratisvariante eine Begrenzung von 60 Minuten Videolänge und 100 Personen geben. Wer längere Konferenzen oder bis zu 250 Personen pro Konferenzen haben möchte, muss sich dann ein kostenpflichtiges G Suite Abo holen, was je nach Unternehmensgröße und Nutzeranzahl individuell kostet.

Man kann Google Meet einfach am Computer über die Webseite oder als App auf dem Smartphone oder Tablet verwenden. Über die Startseite lässt sich schnell eine neue Videokonferenz erstellen oder beitreten kann man über einen Link oder über die Eingabe eines Konferenzcodes. Um Google Meet überhaupt verwenden zu können, brauchst du ein kostenloses Konto bei Google. 

Videokonferenz

Das Praktische bei Google Meet ist, wenn man einer Konferenz Beitreten möchte, kommt man als Erstes immer in einen Vorbereitungsbereich, wo man auf der linken Seite seine Kamera und Audio-Einstellungen sieht, welche man über die drei Punkte auch bearbeiten kann. So kann man bevor man einer Konferenz beitritt alles richtig einstellen und peinliche Fehler vermeiden.

Auf der rechten Seite sehen wir auch den Link zu der Konferenz, welchen wir ggf. kopieren und mit anderen teilen können und wenn schon Leute in der Konferenz sind, sehen wir das hier vorher. Durch Klicken auf „Jetzt Teilnehmen“, sind wir dann in der Videokonferenz, wo wir alle Teilnehmer in einer Kachelübersicht sehen. Hier kann es auch sein, dass wir den Beitritt anfragen müssen, falls wir eine Konferenz beitreten wollen, die von einem anderen Unternehmen gehostet wird. Der Konferenzveranstalter sieht dann deine Anfrage und kann diese akzeptieren oder ablehnen.

Am oberen rechten Rand, sehen wir auch alle Teilnehmer in einer Liste und können auch einen Chat mit diesen öffnen, wo man einfach Nachrichten und bspw. Links teilen kann. Hier können wir auch unsere eigene Kamera sehen und ggf. Personen anpinnen. Am unteren linken Rand können wir über die Details, auch den Konferenzlink erneut kopieren und auch hinzugefügte Datei-Anhänge abrufen, falls wir die Videokonferenz mit dem Google Kalender erstellt haben. Am rechten Rand können wir über die drei Punkte unter Layout auch festlegen, wie die anderen bei uns angezeigt werden. Hier können wir auch in einen Vollbildmodus wechseln und die Einstellungen aufrufen, wo wir unsere Audio- und Videogeräte auswählen und die Qualität einstellen können.

Funktionen

Welche Funktionen hat Google Meet? Wir können neben unserer verbundenen Webcam auch unseren Computer oder Smartphone Bildschirm teilen. Hier können wir am Computer den ganzen Bildschirm oder nur ein bestimmtes Fenster oder Chome-Tab teilen. Letzteres ist praktisch um bspw. YouTube Videos zu zeigen, da diese über den Chrome-Browser mit Meet am besten zusammenarbeiten. Am Smartphone können wir nur den ganzen Bildschirm teilen und während wir das machen, sehen uns die anderen über die Kamera nicht mehr, sondern hören uns nur noch über das Audio. 

Wir können bei Google Meet auch noch über die drei Punkte am unteren Rand Untertitel aktivieren, womit von Google direkt erkannt wird, was wir oder andere sagen und es dann immer live unter dem Video als Untertitel angezeigt wird. Das geht auch in der App am Smartphone und ist super praktisch, für ein besseres Sprachverständnis, wenn das Mikrofon oder die Verbindung schlecht ist oder wir gerade kein Audio abspielen können und trotzdem dem Gespräch über das Lesen von Untertiteln folgen wollen. Hier wird aktuell leider nur die englische Sprache unterstützt.

Vergleich mit Teams & Zoom

Doch was unterscheidet Google Meet jetzt von anderen Videokonferenzanbietern wie Zoom oder Teams? In erster Linie punktet Google Meet mit seiner stabilen Verbindung, welche sie durch ihre riesige Serverinfrastruktur bieten können. Außerdem hat der Datenschutz einen hohen Stellenwert, da Google Meet grundsätzlich für Unternehmen und Bildungseinrichtungen ausgerichtet ist, wo hohe Sicherheitsstandards vorausgesetzt werden. 

Womit Google Meet ebenfalls punktet, ist die Integration mit den anderen Google Angeboten. So kann man einfach mit dem Google Kalender zusammen eine Videokonferenz planen, wo jeder Teilnehmer dann per Gmail eine Benachrichtigung bekommt, wo er den Termin in seinem eigenen Kalender speichern kann und sagen kann, ob er sicher Teilnehmen kann oder nicht. So kann man einfach größere Meetings organisieren. Außerdem kann man auf meet.google.com eine praktische Übersicht sehen, von allen geplanten Meetings des Tages, wozu du mit deinem Google Konto eingeladen wurdest. Neuerdings kann man auch direkt über Gmail am unteren linken Rand eine neue Besprechung erstellen oder einer bestehenden beitreten.

Da heutzutage fast jeder ein Google Konto hat, ist die Einstiegshürde für neue Nutzer sehr gering. Außerdem muss man kein neues Konto erstellen, wo man private Daten eingeben muss, was viele Personen im ersten Moment abschrecken kann.

Punkten kann Google Meet sicherlich auch mit dem Vorbereitungsbereich, wo man seine Videoeinstellungen vor dem Meeting testen und bearbeiten kann und man kann darüber auch direkt in einen Präsentationmodus starten, wo man dann den Bildschirm direkt teilt. 

Als kleines Extra ist dann noch die bereits erwähnte Untertitel-Funktion, welche bei Google Meet sehr ausgereift ist und die englische Sprache gut erkennt.

Im Präsentationmodus hat Google Meet leider nicht so viele Möglichkeiten wie die Konkurrenz Zoom, wo auch Whiteboard, Kommentar und Markier-funktionen existieren. Da ist Google Meet mit seinem puren Bildschirm teilen wesentlich schlichter, was aber den einfachen Aufbau der Anwendung widerspiegelt und so Google Meet von Anfang an, einfach verständlich und bedienbar macht.

Neben Zoom Meeting ist auch Microsoft Teams eine gute Alternative zu Google Meet. Dort ist es wie bei G Suite von Google eine Rundumlösung für Unternehmen, wo man normale Chatkonversationen und auch Videokonferenzen führen kann. Teams bietet ebenfalls Konferenzen bis zu 250 Personen an, wo man auch seinen Bildschirm teilen kann und eine Untertitelfunktion hat, aber auch hier aktuell nur auf Englisch. Zudem gibt es neben Videokonferenzen auch Liveereignisse. Das kann man sich wie einen normalen Livestream vorstellen für ein ausgewähltes Publikum, wo bis zu 10.000 Personen teilnehmen können. Wer mit den Office-Programmen, wie Microsoft Word, PowerPoint oder Excel arbeitet, hat mit Teams auch eine direkte Verbindung zu den Dokumenten, was man bei Meet mit den Google Docs nicht hat. Der Nachteil bei Teams ist das man ein Microsoft Konto benötigt, was nicht so weit verbreitet ist, wie ein Google Konto. Auch Teams kann man kostenlos nutzen und sogar mit weniger Einschränkungen, als bei Google Meet und Zoom Meeting.

Google Meet ist sicherlich aufgrund der engen Verknüpfung mit dem Google Konto, dem übersichtlichen Aufbau, der Stabilität, der Sicherheit und da es seit kurzem für alle kostenlos ist, eine sehr gute Alternative zu Zoom oder Teams.