Die größten Gefahren im Netz

1. Cybercrime

Cyberkriminielle können versuchen dich mit Hackerangriffen, Viren, Trojaner, Phishing und Abofallen abzuzocken, an deine Daten zu kommen oder dich zu erpressen. Zum einen musst du sehr vorsichtig sein, was du herunterlädst, denn Schadsoftware versteckt sich oft in Dateien. Email Anhänge von unbekannten Absendern oder Dateien von unseriösen Seiten sollten nicht heruntergeladen werden. Zum anderen solltest du ein gutes Gespür für Spam und Fake entwickeln. Z.B. WhatsApp Kettenbriefe enthalten oft ein Fake-Versprechen, dass dich nur Locken soll. Auch wenn du Angebote von bekannten Firmen bekommst heißt das nicht, dass hinter dem Angebot auch diese Firma steckt. Sei skeptisch und überlege, ob es nicht nach Betrug riecht. Bei Online-Profilen solltest du sichere Passwörter verwenden und nicht nur ein Passwort für alle Zugänge haben.

2. Datenmissbrauch

Beim Surfen im Netz und vor allem auf Social Media gibst du viel über dich preis. Problematisch wird das ganze, wenn eine Person oder ein Unternehmen sehr viele Daten von dir hat und diese missbraucht. Bei großen und seriösen Unternehmen kannst du davon ausgehen, dass sie sich zumindest weitestgehend an Datenschutzgesetze halten, die dafür sorgen sollen, dass deine Daten nicht missbraucht werden. Kriminelle können aber mit deinen Daten z.B. deine Identität stehlen oder dich in bestimmten Situationen manipulieren oder erpressen. Um deine Daten zu schützen, solltest du überlegen welchen Online-Diensten du welche Daten anvertraust. Bei deinen Social Media Profilen solltest du die Privatsphäre Einstellungen gründlich überprüfen und einschränken, wer welche Informationen sehen darf.

3. Cyber-Mobbing

Beim Cyber-Mobbing werden die Opfer über Chats oder Social Media beleidigt, bedroht, bloßgestellt und schikaniert. Im Internet wird die Hemmschwelle niedriger, weil die Täter sich durch die Anonymität sicherer fühlen. Zudem fehlt den Tätern beim Cyber-Mobbing oft die unmittelbare Wahrnehmung, was ihre verletzenden Aktionen beim Opfer bewirken. Für die Opfer kann Mobbing im Internet besonders schlimm werden, weil die Bloßstellung oft vor einem großen Publikum geschieht. Hinzu kommt, dass das Cyber-Mobbing nicht z.B. beim Verlassen der Schule aufhört, sondern permanent auf dem Handy präsent ist. Die Opfer leiden oft massiv und es gab auch leider schon einige Selbstmordfälle.

Was kann man dagegen tun?

Als Opfer muss man zuerst einmal realisieren, dass man Mobbing Opfer ist, um entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Die meisten Messenger und Social Media Apps haben Funktionen zum Blockieren, Löschen und Melden. In den Einstellungen finden sich oft Punkte, die die Privatsphäre schützen können und damit eventuell die Mobbing Gefahr senken. Mit Screenshots kann man konkrete Mobbing Fälle dokumentieren und z.B. an Eltern oder Lehrer wenden, die oft weiterhelfen können. Da Beleidigung ein Straftatbestand ist, kann man im besonders schlimmen Fall auch die Polizei einschalten, die die Möglichkeiten haben den Täter ausfindig zu machen. Auch als Beobachter von Cyber-Mobbing kann man einschreiten und z.B. den Täter damit konfrontieren in was für einer Lage sich das Opfer befindet.

4. Fake News und Hate-Speech

Fake News sind bewusst verbreitete Falschmeldungen. Und Hate-Speech ist Hass der in Form von Social Media Beiträgen oder Kommentaren verbreitet wird. Dieser Hass richtet sich oft gegen Personen oder Personengruppen. Auch hier führt Anonymität im Netz dazu, dass die Hemmschwelle für beleidigende und hasserfüllte Beiträge sinkt. Hater verbreiten Im Netz Dinge, die sie in der Realität niemals jemandem ins Gesicht sagen würden. Ein weitere Punkt warum es diese Probleme im Netz gibt, ist die hohe Reichweite, die man mit Fake-News und Hate-Speech auf den sozialen Netzwerken erreichen kann. Auch hier gilt wieder glaub nicht alles sofort was im Internet steht und nutze bestimmte Funktionen auf den Plattformen, wie z.B. das Blockieren oder Melden von Nutzern.