Das ändert sich bei WhatsApp in 2020!

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WhatsApp hat für dieses Jahr drastische Änderungen angekündigt. Was für neue Features gerade entwickelt werden, was bald viele Nutzer verärgern wird und ob sich die Nutzung langsam auf andere Apps verlagert oder ob WhatsApp auch weiterhin boomen wird, das schauen wir uns in diesem Video an.

1 Support-Ende

WhatsApp stellt hin und wieder den Support für sehr alte Smartphone-Betriebssysteme ein, wenn diese den technischen Anforderungen nicht mehr gerecht werden oder wenn sich eine Entwicklung für eine geringe Anzahl an Nutzern nicht mehr lohnt. Ab Jahresbeginn sind alle Windows Phone Handys betroffen. Laut FAQ-Seite soll WhatsApp gar nicht mehr auf diesen Smartphones laufen. Ab dem 1. Februar 2020 wird es keinen Support mehr für Android 2.3.7 und älter und für iOS 8 und älter geben. WhatsApp kann zwar hier weiterhin verwendet werden, aber es wird keine Updates mehr geben und es können keine neuen Accounts mehr erstellt oder bestehende Accounts erneut verifiziert werden.

2 Chatexport

WhatsApp hat in Deutschland die Funktion zum Exportieren von Chats abgestellt. Damit konnte man sich den Verlauf samt Medien für einzelne Chats zuschicken lassen und mit anderen teilen. Über das normale Backup Feature kann man aber immer noch alle Chatverläufe in der Cloud bei Android Google Drive und bei iOS iCloud sichern. Da das Feature „Chat exportieren“ nur in Deutschland abgestellt wurde, liegt es wahrscheinlich an der rechtlichen Auseinandersetzung mit Blackberry, die wohl ein Patent auf dieses Chat exportieren Feature haben. WhatsApp war durch das entsprechende Gerichtsurteil hierzulande teilweise rechtswidrig. Das Feature könnte zurückkommen, je nachdem wie sich die rechtliche Auseinandersetzung weiterentwickelt.

3 Selbstlöschende Nachrichten

Das Feature „Selbstlöschende Nachrichten“ wird gerade entwickelt. Damit soll man WhatsApp Gruppen sauber halten können. Gruppen haben mit der Zeit oft sehr viele Nachrichten und können den Handyspeicher belasten. Bald sollen Gruppen-Admins in den Gruppeneinstellungen aktivieren können, dass alte Nachrichten automatisch nach einer bestimmten Zeit gelöscht werden. Das kann dann z.B. vor einer bestimmten Diskussion in der Gruppe eingeschaltet werden.

4 Mehr Geräte Unterstützung

Ein WhatsApp Konto gleichzeitig auf mehreren Geräten nutzen, das wird bald möglich sein. Bisher kann man den Messenger lediglich über WhatsApp Web auf den Laptop spiegeln. Sobald das Handy aber aus ist oder keine Internetverbindung hat, funktioniert das nicht mehr. Mit der Multi Geräte Unterstützung kannst du dann unabhängig von deinem ersten Geräten deinen Account gleichzeitig auf einem zweiten Geräten anmelden. Passend dazu steht auch WhatsApp für iPads schon in den Startlöchern und kann dann z.B. gleichzeitig auf einem Android Handy verwendet werden.

5 Dark Mode

Eigentlich schon für 2019 angekündigt und seit Ewigkeiten in der Entwicklung ist, wie du bestimmt weißt, der WhatsApp Dark Mode. An sich ist das dunkle Design bereits fertig entwickelt und könnte jederzeit an alle Nutzer verteilt werden. Das Feature findest du dann in den Einstellungen beim Punkt „Chats“. Hier hast du dann 3 Optionen. Du kannst das helle oder das dunkle Design manuell aktivieren oder beim dritten Punkt ändert WhatsApp das Erscheinungsbild automatisch je nach Vorgabe vom Betriebssystem. Z.B. wenn du Android 10 hast, kannst du schnell im Kontrollzentrum einen systemweiten Dark Mode aktivieren, wodurch die Android Oberfläche und alle App die das anbieten, wie auch WhatsApp, dann zum Dark Mode wechseln. Wenn eine ältere Android Version hast und keinen systemweiten Dark Mode, geht es über den Energiesparmodus. Wann genau das Feature ausgerollt wird, ist nicht bekannt.

6 Payment

Bezahlen mit WhatsApp soll bald mit dem angekündigten Dienst Facebook Pay möglich sein. Das kann mit einem PayPal-Konto oder einer Kreditkarte verknüpft werden. Direkt im Messenger kann man dann mit einem Klick Geld an Freunde oder Unternehmen senden. Ob es allerdings auch in Deutschland in diesem Jahr noch mit der Umsetzung klappt bleibt abzuwarten.

7 Werbung

Im mittlerweile ziemlich beliebten WhatsApp Status Bereich wirst du demnächst Werbeeinblendungen sehen. Das wurde bereits auf einer Konferenz angekündigt. Diese werden dann zwischen den Status-Beiträgen deiner Freunde im Vollbildmodus zu sehen sein. Auch wenn das am Anfang vielleicht nicht so dramatisch wird, könnte es vielleicht nur der Anfang sein, was Werbung in WhatsApp betrifft und später eventuell auch Einblendungen bei den Chatverläufen kommen. Zudem braucht erfolgreiche Werbung auch immer möglichst viele Daten, sodass das Thema Datenschutz bei WhatsApp leiden könnte. Hier könnte z.B. die WhatsApp Kontoverbindung zu Instagram und Facebook genutzt werden, um Daten auszutauschen. Die Facebook Apps sollen ja auch zunehmend verzahnt werden. Diesbezüglich werden wir dieses Jahr wahrscheinlich auch weitere Entwicklungen sehen.

8 Konkurrenz & Ausblick

Zwar sagen die aktuellen Nutzungszahlen, dass WhatsApp boomt z.B. wurde an Silvester mit 100 Milliarden Whatsapp-Nachrichten ein neuer Rekord aufgestellt, trotzdem gibt es auch ein paar Indizien, die darauf hindeuten, dass Nutzer zunehmend lieber andere Apps verwenden.

Zum einen sind da natürlich die Datenskandale die WhatsApp bzw. Facebook immer wieder hat. Der Datenschutz wird, wie gerade gesagt, mit der Einführung von Werbung nicht gerade besser werden.

Zudem ist da die unglaublich langsame Weiterentwicklung der App. Während WhatsApp wie z.B. mit dem Dark-Mode über ein Jahr braucht, haut Telegram regelmäßig Updates mit guten neuen Features raus.

Ein weitere Punkt ist, dass WhatsApp sehr verschlossen ist was innovative Entwicklungen angeht. Während sich auf Telegram bereits viele Bot-Entwickler austoben, kann man bei WhatsApp fast nichts machen. Sogar den Newsletterversand hat WhatsApp Ende letzten Jahres verboten, sodass jetzt viele Unternehmen Werbung für ihre Newsletter über Telegram machen.

Dieses langsame und nicht innovationsfreudige Verhalten wird, so denke ich, früher oder später zu einer nennenswerten Nutzerbewegung zu anderen Kommunikationsapps führen. Z.B. deutlich moderner finde ich den Telegram Messenger. Unser Video zu der App kannst du dir als nächstes anschauen, indem du hier tippst. Alternativ verlinke ich dir hier noch ein Video mit kaum bekannten WhatsApp Tricks.