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5 Tipps wie du bessere und deutlich interessantere Fotos mit deinem Smartphone machen kannst, schauen wir uns in diesem Beitrag an. 

1 Perspektive

Uninteressante Bilder bzw. Schnappschüsse entstehen oft so, dass man schnell sein Handy zückt, die Kamera App öffnet und ein Foto schießt. Dadurch entstehen Bilder, die jeder schon irgendwie kennt. Einmal weil man solche Aufnahmen schon tausendmal bei anderen gesehen hat, aber auch weil es eine Perspektive ist, die man selbst schon oft gesehen bzw. erlebt hat.

Wenn man etwas hat, was man fotografieren möchte sollte man sich etwas Zeit nehmen und überlegen welche Perspektive interessant ist. Welchen Blickwinkel hat man z.B. von einem Gebäude noch nicht so oft gesehen. Anstatt frontal mit einer bestimmten Distanz, gehe z.B. näher heran und nimm nur die Ecke des Gebäudes auf.

Du musst dir überlegen, wie du das Objekt, das du fotographieren möchtest, interessant in Szene setzen kannst. Lauf ein bisschen umher und probiere verschiedene Winkel aus z.B. indem du dein Handy knapp über den Boden hältst, bis du eine Perspektive gefunden hast, die das menschliche Auge normalerweise nicht sieht.

Als kleiner Tipp hier noch: bedenke dass die Kamera bei den meisten Handys am Rand ist, wenn du also besonders nah an den Boden oder an eine Kante möchtest, dann musst du eventuell dein Smartphone drehen, je nachdem wo sich die Kamera befindet. 

2 Pose

Wenn eine Person fotografiert wird, macht es einen sehr großen Unterschied, ob die Person einfach nur so da steht oder eine Pose macht.

Viele haben z.B. Probleme mit ihren Händen. Das kannst du einfach lösen indem du etwas in die Hand nimmst, deine Hände verschränkst oder lässig in die Hosentasche steckst.

Du kannst dich wo hinknien, hinsetzen oder gegen eine Wand lehnen, dadurch fühlen sich die Personen oft sicherer und natürlicher als wenn sie stehen.

Der Körper sollte nicht komplett gerade sein, sondern Arme, Beine oder Kopf sollten in irgendeinem Winkel sein, dadurch wird das komplette Bild interessanter und lebhafter. Probiere so lange bis du dich mit einer Pose wohl fühlst und bis es auf dem Bild gut aussieht.

Anstatt bei der Fotoaufnahme längere Zeit in einer Stellung wie eingefroren zu sein, kannst du dich natürlich bewegen z.b. langsam wo lang laufen und währenddessen viele Fotos hintereinander machen, da ist dann oft ein cooles Bild dabei.

Neben der Körperhaltung ist auch noch der Gesichtsausdruck wichtig. Viele haben bei Bildern einen recht emotionslosen Ausdruck und die Augen strahlen nichts aus. Was hierbei helfen kann, ist bei der Aufnahme an etwas bestimmtes zu denken, je nachdem welche Emotion du mit dem Bild rüberbringen möchtest.

3 Komposition

Gute und wirkungsvolle Bilder sind interessant aufgebaut. Das bezeichnet man als Komposition. Also was sieht man im Bild, wie ist der Bildausschnitt gewählt und wie sind die Objekte im Zusammenspiel mit anderen Objekten und dem Hintergrund positioniert.

Ein wichtiger Tipp ist erstmal, dass du dich bei dem Foto auf ein Hauptobjekt konzentrierst und nicht zu viele Details einfängst. Dieses Hauptobjekt muss gut innerhalb des Rahmens positioniert sein.

Hier wird oft die Drittel-Regel benutzt. In deinen Kameraeinstellungen kannst du ein Raster aktivieren. Nach der Drittel-Regel sollte das Hauptobjekt an einem der Schnittpunkte ausgerichtet sein. Der Horizont kann z.B. auf einer horizontalen Linie liegen. Dadurch liegt das Hauptobjekt nicht in der Mitte sondern ist leicht versetzt, was oft interessanter und besser aussieht.

Was du bei deiner Motivauswahl auch nutzen kannst sind Linien. Oft geben z.B. Gebäude oder Wege bestimmte Linien im Bild vor. Wenn diese Linien zum Hauptobjekt führen, werden die Augen des Betrachters auf das Objekt gelenkt und es kann ein sehr schönes Bild werden. 

Was auch interessant wirkt, sind mehrere Rahmen. Also neben dem Rahmen deines Bildes nutze einen weiteren Rahmen in der Umgebung und platziere darin das Objekt.

Außerdem mag das menschliche Auge auch sehr gerne Symmetrie. Also suche nach Symmetrien und versuche diese in deinem Foto einzufangen. Das kann z.B. auch durch Spiegelungen gelingen wie z.B. bei Wasser.

4 Grundlagen

Hier sind einige grundlegende Dinge die du bei der Smartphone Fotographie unbedingt beachten solltest im Schnelldurchlauf.

Achte vor einem Fotoshooting darauf, dass deine Linse sauber ist.

Nutze den manuellen Fokus durch antippen bestimmter Stellen in deinem Bild. Dadurch kannst du den Fokus auf bestimmte Objekte legen und mit Unschärfen experimentieren.

Versuche nicht den Zoom zu nutzen, sondern gehe lieber an das Objekt näher heran oder schneide das Bild im Nachhinein aus.

Nutze natürliches Licht am besten kurz nach einem Sonnaufgang oder kurz vor einem Sonnenuntergang. Experimentiere viel mit dem Licht und drehe dich als Fotograph oder bewege das Objekt, sodass es aus unterschiedlichen Winkeln vom Licht angestrahlt wird, bis es am besten ausgeleuchtet ist und bis es die schönsten Farben gibt.

Außerdem solltet du beim Fotoshooting dein Handy mit beiden Händen möglichst ruhig und stabil halten. Den Auslösebutton kannst du dann entweder mit dem Daumen tippen oder bei vielen Kamera-Apps lassen sich Bilder auch mit der Lauter- oder Leiser-Taste schießen.

5 Editing

Nach dem Fotoshooting kannst du mit einer guten Bildbearbeitung auch noch einiges rausholen. Sehr gute Fotobearbeitungs-Apps sind z.B. Snapseed und Adobe Lightroom und wenn es schneller gehen soll Photoshop Express.

Hier kannst du zuerst eventuell noch den Bildausschnitt etwas anpassen und danach solltest du dir ein bisschen Zeit nehmen und schauen wie du bei deinem Bild Helligkeit, Kontrast, Schatten und andere Eigenschaften etwas anpasst.

Alternativ kannst du auch einfach fertige Effekte oder Presets anwenden, was dann nicht so individuell ist und eventuell nicht perfekt zu deinem Bild passt, aber dafür schnell und unkompliziert geht.

Für die App Snapseed verlinke ich dir hier unser Tutorial. Wenn du sehr coole Effekte auf deine Bilder anwenden möchtest, dann schau dir diesen Beitrag an.